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Zu diesem kleinen Kloster, an einer Landstraße in Belgien gelegen, konnte ich bisher leider nicht viele Informationen finden.Die Finanzierung bzw. der Unterhalt des Klosters war allerdings nicht sehr einfach, daher nutzte man das Klostergebäude als Alten- und Pflegeheim. Hiervon ist nicht mehr wirklich viel nach einem Brand zu sehen.
Um 1910 baute man eine dem Heiligen Antonius gewidmete Kapelle. Diese ist heute noch vorhanden, verfällt aber rapide. Vom ehemaligen Interieur ist auch nichts mehr vorhanden. Wie durch ein Wunder sind allerdings die schönen Buntglasfenster noch unversehrt (zumindest als wir im April 2017 dort waren).
Im Jahr 2002 wurde das Kloster als ineffizient beschrieben und die Nonnen mußten das Kloster verlassen um in ein anderes zu ziehen.
Das Grundstück mit Kloster-Gebäude und Kirche konnte erfolgreich verkauft werden, brannte aber nur wenige Monate später. Wegen der daraufhin aufkommenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den Besitzern und der Versicherung sind die Gebäude auch heute noch leer und verfallen immer mehr.
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Teilweise sind bereits Gebäudetrakte abgerissen. Es steht noch die alte Kirche und ein, wie ich denke, als Wohnheim genutzter Trakt.
Bei sakralen Bauten habe ich eigentlich immer ein etws seltsames Gefühl wenn ich fotografiere, irgendwie meint man stets die Spiritualität des Ortes zu spüren.
Hätte ich zum Zeitpunkt meiner Aufnahmen gewußt, was sich in der Vergangenheit hier abgespielt hat, dann wäre das Gefühl sicher noch beklemmender gewesen.
Bei meinen weiteren Recherchen fand ich heraus, dass dies durchaus ein Ort mit ziemlich grauseliger Vergangenheit ist. Doch dzu später mehr…
Und betritt man dann auch noch die dunkle, kalte Kirche, da bildet sich
schnell eine Gänsehaut. Gott sei Dank haben wir ja eine lichtstarke
Taschenlampe dabei, so dass man zumindest die Dunkelheit ein wenig vertreiben kann.
Auf dem Weg dorthin schreitet man durch einen wunderschönen Säulengang, der einen ein wenig an Historienfilme erinnert und man fühlt
sich, als sei man gerade auf dem Weg zum Skriptorium oder ähnlichem.
Kaum denkbar, dass dieser Ort mit grausigen Verbrechen in der Vergangenheit stehen soll. Aber bei meinen Recheren bin ich auf einen WDR-Beitrag gestoßen, der das Kloster mit mysteriösen Todesfällen bei behinderten Kindern in den 50er Jahren in Verbindung bringt. Zwischen 1952 und 1954 sind nach niederländischen Medienberichten etwa 34 Jungen und 40 Mädchen ums Leben gekommen. Es wird natürlich wild spekuliert in wie weit die Ordesnbrüder hierin involviert waren oder welche anderen Ursachen diese Todesfälle haben könnten. Klare Erkenntnisse gibt es aber wohl bisher nicht.
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Im März habe ich zum ersten Mal ein leerstehendes Klostergebäude besucht. Das im 12. Jahrhundert gegründete Kloster war trotz der Tatsache, dass es bereits ziemlich gelitten hat von innen, sehr beeindruckend.Erst nach dem 2. Weltkrieg gab es eine Renaissance als Kloster und Schulgebäude, allerdings dann auch nur für wenige Jahrzente. In den letzten 40 (!) Jahren steht das Gebäude hauptsächlich leer. Und in Anbetracht der leider sehr schlechten Bausubstanz wird sich das, wie ich fürchte, auch nicht so schnell ändern.
Wie so oft, wird über die weitere Nutzung nachgedacht, Wohnungen sind immer mal wieder in der Diskussion. Allein, umgesetzt wurde bis dato nichts.
Mit seinen weiten Gängen, den Rundbögen und den hier und da noch vorhandenen Stuckarbeiten bietet das Gebäude aber immer noch ein schönes Gefühl, wenn sich die Sonnenstrahlen in den Gängen fangen und Schattenspiele ermöglichen.
Der zugemauerte Eingangbereich mit seiner Steinstatue über dem Portal vermittelt noch einen Glanz erhabener Zeiten. Und schaut man einen der langen Gänge entlang, so kann man ein Gefühl erahnen, wie die Klosterbewohner hier zur Terz, Sext oder Non schritten, die Bibliothek aufsuchten oder in den Garten.
Ersteigt man den vorhanden Turm bis hinaus unters Dach (leider keine Glocke mehr vorhanden) so erhält man einen wundervollen Blick über Stadt und Tal. Und spätestens hier erfährt man auch für sich einen Teil der inneren Ruhe, die die Bewohner wohl in früheren Zeiten empfunden haben dürften.
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