Als der Industriemagnat seine Villa fertiggestellt hatte, war sie sogar dem „Spiegel“ einen Artikel wert. Ein besonderes Kuriosum wurde natürlich auch erwähnt, der Atombunker unter dem Haus!
Dabei gin der Bau recht fix von statten, gerade einmal anderthalb Jahre dauerte dieser.
Doch neben diesem doch eher seltenen Detail, stießen auch noch andere bauliche Eigenschaften auf Rege Beachtung. Da wäre zum einen eine Heizungsanlage die locker auch ein Krankenhaus hätte versorgen können. Zum anderen eine Transformatorenstation im Garten und im Keller ein beheizbares Schwimmbad. Diese wartete noch mit einer ganz besonderen Attraktion auf, einem Fahrstuhl der die Schwimmer gleich in die Schlafräume im Dachgeschoß transportierte und das auch eine Sauna und einen begehbaren Tresor besitzt. Als weiteres „Kuriosum“ wurden zwischen den senkrechten Dachstützen bewegliche Ledersitze angebracht, die es dem Eigentümer und seinen Gästen wohl ermöglicht haben, nach Kennedy -Manier schaukelnd Gespräche am (Dachgeschoß-)Kamin zu führen.
Wie bei so vielen lange leer stehenden Gebäuden ist natürlich auch hier inzwischen kaum noch etwas wie früher. Inzwischen hat das gesamte Areal ein Investor übernommen und beabsichtigt neu zu bauen. Dabei soll die Parkanlage der Öffentlichkeit zugänglich
werden.
Im Dezember 2016 besuchten wir die bekannte und umstrittene Villa eines Industriellen in NRW, die bereits in den 1960er Jahren für Aufsehen sorgte. Doch der Reihe nach…













Im Rahmen unserer diesjährigen Sommerfototouren haben wir uns natürlich auch ein wenig sozusagen vor unserer Haustür umgeschaut. Im Juli diesen Jahres entdeckten wir dabei dann dieses schöne Objekt. Gelegen Immitten eines sehr schönen Naturschutzgebietes, umgeben Bäumen, Flüssen und Teichen liegt dieses wirklich imposante Herrenhaus. Unsere erste Erkundung führte uns zunächst querfeldein, durch hohe Gräser und Büsche und wir konnten einen Eindruck dieses einstmal sicherlich sehr schönen Grundstücks gewinnen.
Steigt man die Stufen zur ersten Etage empor, erwartet einem allerdings ein wirkliches Highlight! Im Obergeschoß empfängt einem eine kleine komplett eingerichtete Hauskapelle. Deren Errichtung hat den Quellen zufolge der Bischof von Roermond im Jahr 1666 bewilligt.
Stadthistoriker findet, der diese in seine Obhut nimmt und vor Schädigungen o.ä. schützt.
Am 29.04.2017 öffnete die Villa Amalia für eine Gruppe Fotografen ihre Pforten. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Landmarken AG, die dies ermöglichte.
Die Berliner Architekten Walter Kyllmann und Adolf Heyden erbauten die Villa von 1883 bis 1884 an der Briller Straße für Albert Neuhaus. Der Name Amalia ist der Vorname der Gattin Neuhaus‘ gewesen.
Wer das Gebäude heute besucht, könnte auf jeden Fall noch Tasteninstrumente spielen. Ein Klavier und ein Harmonium stehen in den schicken Räumen parat. Aktuell werden die Räume saniert und für eine spätere Verwendung hergerichtet. Insofern sind natürlich nicht mehr alle Räume im ursprünglichen Stil vorhanden. Das wunderschöne Treppenhaus und einige Räume haben aber ihren alten Charme behalten.
Neben dem Klavier und dem Harmonium will die Landmarken AG auch weitere Antiquitäten an Ort und Stelle lassen. Echte Hingucker, wie große Spiegel oder die aufwendigen Wandvertäfelungen.
An einem sonnigen Herbsttag haben wir uns zu viert auf den Weg gen Westen gemacht und einem recht bekannten Lost Place einen Besuch abgestattet.


Während des Zweiten Weltkriegs diente das Herrenhaus angeblich als Ausbildungszentrum für SS-Offiziere.





