Freizeitparadies

_MG_7749Ende Juni waren wir mal wieder in Berlin und haben uns ein wenig umgeschaut. Eines unserer besuchten Objekte war ein in 1985 erbautes Freizeitparadies. Stattliche 44 Mio. D-Mark hat es damals gekostet.
Anfangs waren es noch 600.000 Besucher pro Jahr, bis zum Jahr 2001 sank die Besucherzahl dann aber kontinuierlich auf gut die Hälfte.

Und der Niedergang setzte sich weiter fort. In 2002 wurde das Freizeitparadies vom Gesundheitsamt wegen akuten Rattenbefalls, Vogeldreck und weiterer seuchenhygienischen Zustände geschlossen. Hiervon konnte sich das Objekt nicht mehr erholen und die Betrieben haben in 2003 Insolvenz angemeldet. Die anschließende Investorensuche, die eine Weiterführung sicherstellen sollte, war nicht erfolgreich, so dass das Freizeitparadies im Februar 2005 geschlossen wurde.

Nach der Schließung blieb nur noch der Saunabereich erhalten, der dann allerdings im Frühjahr 2012 ebenfalls geschlossen wurde.

2012 kaufte ein Investor das Areal mit dem Ziel dort 450 Mietwohnungen zu bauen. Noch 2015 sollte das Objekt abgerissen werden; die Neubebauung sollte in 2020 abgeschlossen sein. Bis jetzt sieht man davon nichts, wie die Bilder zeigen.

_MG_7755Unter drei Kuppeln in Holzfachwerkkonstruktion erstreckte sich eine große Strand- und Badelandschaft mit In diesem Bereich wurde die Lufttemperatur konstant bei 29 Grad gehalten, die Wassertemperatur lag zwischen 29 und 36 Grad. Mit Außenanlagen und Parkplatz umfasste das Objekt eine Fläche von 35.000 Quadratmetern.

An der Promenade befanden sich eine Bar, welche auch Nicht-Badegästen zugänglich war, sowie Boutiquen, ein Bikini-Restaurant und Liegestühle. und sogar ein Fitnessstudio.
Der große Saunagarten war mit sechs verschiedenen Saunavarianten ausgestattet und mit Palmen, Orchideen und Kakteen bepflanzt.

Und was davon überig ist könnt Ihr in der folgenden Galerie sehen…


Autor: Thomas Gerwert

Hobbyfotograf mit Fokus auf Lost Places / Urban Exploration

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